Über mich

Jens Schöberling

Was ich über Technologieentscheidungen sage, stammt aus Systemen, die ich selbst gebaut, eingeführt und über Jahre betrieben habe. Auf dieser Seite steht, welche das sind und wie ich Beratung, Umsetzung und eigene Produkte auseinanderhalte.

01 Einordnung

Ich komme aus der Umsetzung, nicht aus der Beratung.

Seit 1999 arbeite ich in der Informationstechnologie. Im Februar 2004 habe ich WEBBYTE SYSTEMS gegründet und trage seither unternehmerische Verantwortung für Systeme, die bei anderen Unternehmen produktiv laufen.

Heute berate ich unabhängig zu Entscheidungen über Technologie. Ich stütze mich dabei auf die Erfahrung, wie sich solche Entscheidungen über Jahre auswirken.

Jens Schöberling, unabhängiger Berater für Entscheidungen zu KI, Automatisierung und digitaler Unternehmensarchitektur

02 Wo die technische Perspektive begann

Betrieb, bevor Betrieb ein Beratungsthema war.

Meine praktische Arbeit in der Informationstechnologie begann 1999 im Umfeld der Bundeswehr. Dort sammelte ich Erfahrung beim Aufbau und Betrieb von Netzwerken und Serverlandschaften, in der Betreuung von Datenbanken sowie im Betrieb von Hard- und Software, in Deutschland und im Einsatzumfeld in Prizren im Kosovo.

Prägend war weniger die Technik als die Bedingung, unter der sie funktionieren musste: mit begrenzten Mitteln, ohne Ausweichmöglichkeit und mit Menschen, die sich auf das Ergebnis verlassen. Diese Sicht auf Verfügbarkeit und Wartbarkeit ist geblieben.

03 Unternehmerische Praxis

Seit 2004 verantworte ich Systeme, die laufen müssen.

Mit WEBBYTE SYSTEMS entstand ein Unternehmen, das Software entwickelt, IT-Infrastruktur betreibt und Logistikprozesse digitalisiert. Der Bogen reicht von der Einführung über den laufenden Betrieb bis zur Weiterentwicklung über Jahre, meist beim selben Kunden und meist in gewachsenen Systemlandschaften.

Software, Infrastruktur und Prozesse lassen sich dabei nicht trennen. Wer eine Anwendung ändert, ändert Arbeitsabläufe; wer Abläufe ändert, verschiebt Lasten in andere Systeme. Genau diese Verbindung ist der Kern dessen, was ich heute unter Unternehmensarchitektur verstehe.

04 Woran ich das gelernt habe

Vier Beispiele und was sie über Entscheidungen zeigen.

  1. IT-Betrieb und Systemlandschaften

    Netzwerke, Server, Datenbanken, Hard- und Software im laufenden Betrieb. Das war der Anfang und ist bis heute die Grundlage. Wer Systeme betrieben hat, fragt bei einem Vorhaben zuerst, was es im Alltag verlangt, und erst danach, was es können soll.

  2. Logistik- und Lieferlösungen

    Ende 2007 ging im Umfeld von Bosch Thermotechnik/Buderus die mobile Erfassung mit rund 500 Handheld-Geräten in Betrieb, samt Scanner-Anwendungen für die Fahrer, Tourenplanung und Tourenoptimierung. Später kamen Sendungsverfolgung, digitale Lieferscheine, Avisierung an die Empfänger und Schnittstellen zu ERP- und Lagersystemen dazu. Dieselbe Scannersoftware haben wir seither neu entwickelt, sie läuft bis heute. Ein Lagerumzug zeigt schneller als jede Anforderungsliste, welche Annahmen einer Software nicht tragen.

  3. RAG-basierte digitale Mitarbeiter

    Aus einem Kundenprojekt entstand ein digitaler Mitarbeiter, der kontrollierte Wissensbestände erschließt und Menschen bei wiederkehrenden Informations- und Kommunikationsaufgaben unterstützt. Ein solches System ist nur so gut wie die Pflege seines Wissens. Und es wird nur akzeptiert, solange die Menschen, die damit arbeiten, seine Antworten nachvollziehen können.

  4. ALGIRA als eigenes Entwicklungsfeld

    ALGIRA ist mein eigener Ansatz, Systemzustände, Protokolle und Ereignisströme KI-gestützt auszuwerten, Auffälligkeiten früh zu erkennen und daraus nachvollziehbare Schritte abzuleiten. Freigabe und Ergebnisprüfung bleiben beim Kunden. ALGIRA ist ein Entwicklungs- und Erfahrungsfeld, kein fertiges Produkt, und in Beratungen ein Eigeninteresse, das ich offenlege.

05 Co-Loading, Daten und Schnittstellen

Wenn mehrere Unternehmen denselben Prozess teilen.

Die Zusammenarbeit im logistischen Umfeld von Bosch Thermotechnik/Buderus läuft seit Ende 2007 und dauert an. Im Co-Loading mit Hagemeyer Electronics haben wir über mehrere Jahre logistische Anwendungen betreut und weiterentwickelt. Dazu gehörten Schnittstellen für den Datenaustausch nach dem EDIFACT-Standard, also standardisierte elektronische Geschäftsdatenübertragung, sowie die cloudbasierte Bereitstellung von Tourenplanung und Tourenoptimierung in Zusammenarbeit mit Speditionen in ganz Deutschland.

Bei Tchibo im Raum Köln haben wir das gesamte System beim Kunden ausgerollt: mobile Erfassungsgeräte, Tourenplanung in einer Cloudumgebung und Sendungsverfolgung. Ein Rollout stellt andere Fragen als ein geteilter Prozess. Er entscheidet sich daran, ob die Menschen vor Ort damit arbeiten können.

Heute gehören dazu der Betrieb der Server hinter der Lieferverfolgung und die Schnittstelle, über die Tourendaten dort einfließen. Fachbetriebe sehen den Stand ihrer Lieferung und ändern Termin oder Adresse bis zum Vorabend. Vom Endgerät aus wirkt das einfach. Tragfähig wird es erst, wenn Tourenplanung, Versanddienste und Auftragsdaten dieselbe Wahrheit liefern.

Solche Konstellationen sind lehrreich, weil dort niemand allein entscheidet: Der Prozess gehört mehreren Beteiligten mit unterschiedlichen Systemen, Interessen und Zeitplänen. Ob er funktioniert, hängt selten an der Leistungsfähigkeit einer einzelnen Anwendung, sondern daran, ob die Übergaben zwischen den Systemen verlässlich sind.

Diese Frage stelle ich nicht erst, seit es um KI geht. 2014 zitierte mich ein Fachbeitrag über mobile Systeme in der Hafenlogistik mit dem Punkt, dass sich kleinteilige Einzellösungen über wenige gemeinsame Standards verbinden lassen müssen (Mobile Business, 03.04.2014).

Deshalb frage ich bei Investitionsentscheidungen früh nach Schnittstellen, Datenformaten und Zuständigkeiten. Dort entstehen die Kosten, die in keinem Angebot stehen. Dort entscheidet sich auch, ob eine Lösung später erweiterbar bleibt.

06 Unternehmerische Perspektive

Ich kenne die Seite, auf der entschieden wird.

Als Inhaber eines Unternehmens trage ich die Folgen technischer Entscheidungen selbst, mit begrenztem Budget, begrenzter Aufmerksamkeit und der Verpflichtung, eine Investition gegenüber anderen zu vertreten.

Zwischen einer überzeugenden Demonstration und einem produktiven System liegt genau der Teil, den Angebote selten beschreiben: Wartbarkeit, Fehlerfälle, Datenqualität, Schulung, Vertretungsregelungen, Anbieterabhängigkeit und die Einführung in reale Abläufe. Darauf schaue ich zuerst. Und darauf, was es kostet, ein Problem einfach bestehen zu lassen.

07 Unabhängigkeit und Offenlegung

Warum ich unabhängig berate.

Beratung zu KI beginnt häufig mit einer fertigen Lösung, bevor verstanden wurde, welches Problem gelöst werden soll. Verkauft werden Werkzeuge, Hersteller oder Trends. Ich arbeite umgekehrt und prüfe zuerst, ob ein Problem existiert, wie groß es ist und woher es kommt.

Wenn wirtschaftliche Interessen die Empfehlung stärker beeinflussen als die tatsächliche Situation des Kunden, ist das keine Beratung mehr.

Ich arbeite ohne Provisionen und ohne Vertriebspartnerschaften, deren Erfolg vom Absatz eines Produkts abhängt. Nach einer Beratung haben Sie nicht zwangsläufig mehr KI im Unternehmen. Sie haben eine Entscheidung getroffen, die Sie begründen können.

Drei Rollen

Beratung, Umsetzung und eigene Entwicklung.

Ich bin gleichzeitig Inhaber von WEBBYTE SYSTEMS, verantwortlich für mehrere Produkte aus eigenem Haus und unabhängiger Berater. Diese Konstellation kann einen Interessenkonflikt erzeugen. Ich verstecke ihn nicht, ich regele ihn. Die Behauptung, von allem losgelöst zu sein, wäre unglaubwürdig. Deshalb steht hier vollständig, woran ich verdiene.

Rollen und ihre Grenzen
Marke Rolle
Jens Schöberling | Independent AI Advisor Persönliche Beratungsmarke: analysiert, prüft, bewertet, empfiehlt
WEBBYTE SYSTEMS Operatives IT-Unternehmen seit 2004 und rechtlicher Betreiber dieser Website. Mögliche Umsetzung, nur mit Offenlegung
ALGIRA Eigenes Entwicklungsfeld. Mögliche Lösung, nur mit Offenlegung
KIMPULS Eigene Plattform für Prozessautomatisierung im Mittelstand. Mögliche Lösung, nur mit Offenlegung
GEAIO Eigenes Angebot zur Sichtbarkeit von Unternehmen in KI-Systemen. Mögliche Lösung, nur mit Offenlegung
Synorion Eigene Plattform, die Schulungsinhalte zu begleiteten Kursen macht. Mögliche Lösung, nur mit Offenlegung

Verbindliche Regel

Wenn ich ein eigenes Produkt, eine eigene Dienstleistung oder einen bestehenden Geschäftspartner empfehle, wird dies gegenüber dem Kunden offen kommuniziert. Die Empfehlung erfolgt ausschließlich dann, wenn sie nach meiner fachlichen Einschätzung die wirtschaftlich sinnvollste Lösung darstellt. Alternative Lösungen werden ebenfalls betrachtet und transparent bewertet.

Praktisch heißt das: Taucht eine eigene Leistung im Optionenvergleich auf, kennzeichne ich sie und bewerte sie nach denselben Kriterien wie jede Alternative, einschließlich der Alternative, nichts zu tun. Die Umsetzung einer Entscheidung übernehme ich in der Beratungsrolle nicht.

Diese Website ist das Angebot der persönlichen Beratungsmarke; rechtlich und organisatorisch wird sie über WEBBYTE SYSTEMS betrieben. Die vollständigen Angaben stehen im Impressum.

08 Technologiefelder

Wo ich arbeite und wo ich beobachte.

Meine praktische Erfahrung liegt in IT, Softwareentwicklung, Digitalisierung und Automatisierung; aktuell arbeite ich vertieft an KI-gestützten Wissens- und Assistenzsystemen sowie an der automatisierten Auswertung von Systemzuständen.

Im Bereich Robotik werden derzeit praktische Erfahrungen im Logistikumfeld aufgebaut. Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf der technischen und wirtschaftlichen Einordnung, nicht auf der Behauptung umfassender Umsetzungserfahrung.

09 Arbeitsweise und Kontakt

Erst das Problem, dann die Optionen, dann die Entscheidung.

Vor jeder Lösungsdiskussion prüfe ich, ob das Problem überhaupt existiert, wie groß es wirklich ist und woher es kommt. Erst danach vergleiche ich die Wege, ausdrücklich einschließlich „nichts verändern“.

Der Einstieg ist ein Erstgespräch zur Einordnung, kein Verkaufsgespräch. Auch „dafür brauchen Sie mich nicht“ ist eine mögliche Antwort.

Entscheidung besprechen Meine Arbeitsweise im Detail